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Die Bibliotheca Bipontina

Einer der größten Schätze von Zweibrücken verbirgt sich in der „Bibliotheca Bipontina“ im heutigen Helmholtz Gymnasium.

Im Jahre 1559 wurde von Herzog Wolfgang im Kloster Hornbach die Schulbibliothek Bipontina zusammen mit dem Herzog-Wolfgang-Gymnasium gegründet, das auch als Gymnasium Bipontinum und Gymnasium Illustre bekannt war.

Durch verschiedene Kriegsereignisse des 17. Jahrhunderts, unter anderem dem Dreißigjährigen Krieg, wurde die Bibliothek mit ihrem Bestand nahezu vollständig vernichtet. Kurz darauf wurde das Gymnasium mit seiner Bibliothek nach Zweibrücken verlegt und mit Buchbeständen des 16. und 17. Jahrhunderts aus der Bibliothek in Bischweiler, die auch zum Herzogtum Zweibrücken gehörte, ausgestattet. Von da an war die Bibliotheca Bipontina wieder eine Bibliothek mit wertvollen Handschriften, Inkunabeln (Holzschnitte) und zeittypischer Literatur.

Während der Französischen Revolution und den beiden Weltkriegen gab es glücklicherweise nur wenige Schäden an der bedeutenden Büchersammlung.

Im Jahre 1987 wurde die Zusammenlegung des Herzog-Wolfgang-Gymnasiums mit dem Helmholtz Gymnasium beschlossen, dessen Name die Schule heute trägt. Die Bibliothek Bipontina wurde eine selbstständige Einrichtung des Landes Rheinland Pfalz und ist mit im Schulgebäude integriert.

 

Die Bezeichnung Bipontina leitet sich ab vom neulateinsichen Namen Zweibrückens, „Bipontum“

 

Bestand der Bibliotheca Bipontina

Insgesamt ca. 102.400 Bände 

 

Altbestand: 

Bedeutende Bände:

Ca. 12.000 Bände des Bestandes aus den fürstlichen Bibliotheken der Zweibrücker Herzöge.

Ca. 20.000 Bände pfälzische Kirchengeschichte

Ca. 10.000 Bände des Historischen Vereins Zweibrücken

 

Besonderheiten:

Juristische, theologische, geografische und andere Werke aus der Frühzeit des Buchdrucks, Inkunabeln und Handschriften, Bücher der kulturgeschichtlichen Blütezeit des Herzogtums, im 18. Jahrhundert.

Die fast vollständige Sammlung der berühmten Klassikerausgabe

„Editiones Bipontinae", wie auch viele Ausgaben von den zu der Zeit herausgegebenen Zeitschriften: „Gazette de Deux Ponts", „ Gazette universelle de littérature" und das „Journal de littérature et choix de musique".